09.07.2010, von Lars Daul

24-Stunden-Übung der Jugendgruppe

Auch in diesem Jahr nahm die Jugendgruppe des Ortsverbands Rastatt an einer Gemeinschaftsübung teil. Diese wurde am 09. und 10. Juli 2010 zusammen mit der THW-Jugendgruppe Baden-Baden und der Jugendfeuerwehr Iffezheim durchgeführt. Organisiert und geleitet wurde die 24-Stunden-Übung diesmal durch die Junghelferinnen und Helfer aus dem Ortsverband Baden-Baden.

Gegen 16:00 Uhr am Freitagnachmittag hatten sich die Teilnehmer in der Unterkunft des Ortsverbandes Baden-Baden eingefunden. Zunächst stand die Zusammenstellung der einzelnen Gruppen auf dem Plan, dabei wurden diese aus Jugendlichen des THW und der Feuerwehr bunt gemischt. Zum Teil kannten sich die Jugendlichen ja noch von der letztjährigen Übung, bzw. von gemeinsamen Aktionen danach.
Im Anschluss an die Gruppeneinteilung erfolgte der Aufbau und Bezug der Zelte hinter der Fahrzeughalle.

Danach wurden die Jugendlichen in ihren Gruppen in die Fahrzeuge eingewiesen und es gab eine kurze Theorieeinheit zum Thema Brandschutz und –bekämpfung. Anschließend wurden die Jugendlichen ihrer Feuertaufe mit dem Feuerlöscher unterzogen. Die Jugendfeuerwehr Iffezheim hatte ihren mobilen Brandsimulator, sowie einige ausrangierte Feuerlöscher mitgebracht, womit den Jugendlichen die richtige Technik im Umgang mit dem Feuerlöscher beigebracht werden sollte.

Der nächste Programmpunkt fand bei allen Teilnehmern große Zustimmung: Das Abendessen. Dieses wurde von unserer Köchin mit tatkräftiger Unterstützung unserer beiden weiblichen Begleitpersonen vorbereitet.

Frisch gestärkt und richtig satt, unterbrachen zwei Alarme die Verdauungspause: Ein Verkehrsunfall mit einer unbekannten Anzahl von Verletzten, sowie eine Explosion in einem Wohnhaus mit der Rettung mehrerer verletzten Personen.
Zur Absicherung des Verkehrsunfalls galt es die Zufahrtswege zu sperren, ausgelaufenes Öl zu binden und die Unfallstelle auszuleuchten während sich eine Gruppe um die Rettung und Betreuung der Verletzten kümmerte.

Nachdem gegen 22:00 Uhr die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt war, bereitete man sich langsam auf die Nachtruhe vor. Diese wurde jedoch gegen 22:30 Uhr erneut durch einen Alarm unterbrochen. Die beiden bekannten Einsatzszenarien wurden jetzt von der jeweils anderen Gruppe abgearbeitet.

Der Samstagmorgen begann gegen 6:00 Uhr mit einer ausgelösten Brandmeldeanlage eines Industriebetriebes. Vor Ort eingetroffen stellte sich jedoch heraus, dass die Brandmeldeanlage bei einem Inspektionsversuch versehentlich ausgelöst worden war.

Nach dem Eintreffen an Unterkunft stand dem gemeinsamen Frühstück nichts mehr im Weg. 

Gegen 7.30 Uhr rief der nächste Alarm zur Tat:
An den Geroldsauer Wasserfällen ereignete sich ein Unfall mit mehreren Mountainbikern.
Vor Ort eingetroffen wurden Suchmannschaften gebildet, die im unwegsamen Gelände nach den Verletzten suchen sollten

Die Suchmannschaften meldeten 3 verletzte Mountainbiker sowie eine weitere Person, die zum Unfallgeschehen hinzu gekommen war und durch diese Situation einen Schock erlitten hatte. Aufgrund der unwegsamen Geländebeschaffenheit sollten die Verletzten mittels Seilbahn den Hang hinunter, über den Bach auf den Waldweg abtransportiert werden.

Das Material war gerade wieder verstaut und man hatte sich zu einer Erholungspause auf einen Parkplatz in Nähe des letzten Einsatzortes begeben, da erfolgte auch schon die nächste Einsatzanforderung:
Diesmal galt es einen Brand auf dem Übungsgelände der Stadt Baden-Baden zu löschen und mehrere Personen aus dem brennenden Gebäude zu retten.
Die Personenrettung aus dem Haus erfolgte unter Anlegung von Atemschutzgeräten, damit die Nachwuchsrettungskräfte schon ein Mal die Erfahrung machen konnten, wie schwer es ist sich mit voller Ausstattung zu bewegen. 
Die beiden Verletzten Personen befanden sich im Dachgeschoss des Gebäudes und mussten über eine schmale Luke gerettet werden.
Im Umfeld des brennenden Hauses galt es zudem noch eine verschüttete Person und eine Person von einem Turm zu retten.
Die verletzte Person auf dem Turm wurde mit mittels Leitern und Schleifkorb über einen Leiterhebel gerettet.

Nachdem alle Personen gerettet waren konnte der anstrengende Übungsteil beendet werden. Zeitgleich mit dem Übungsende setzte ein heftiger Platzregen auf dem Übungsgelände ein, der annähernd jeden Helfer durchnässte. Nur wenige Helfer konnten der Abkühlung durch die Löschwasserpumpe entkommen.

Den offiziellen Abschluss der Übung bildete dann das gemeinsame Essen der selbstgemachten Flammkuchen in der Unterkunft. Hier wurde die Bedeutung der Feuerwehr noch einmal richtig deutlich, als diese ihren mitgebrachten Flammkuchenöfen richtig einheizte.

Wir möchten uns recht herzlich bei den Unterstützern und Teilnehmern dieser Übung bedanken, die wieder zu genüge Zeit und materielle Dinge in die Ausbildung der Rettungskräfte von Morgen gesteckt haben. Besonderer Dank gilt dem Ortsverband Baden-Baden und seiner Jugendgruppe, welcher die Leitung der diesjährigen Übung übernommen hatte.

Wir sehen uns bestimmt wieder – spätestens bei der nächsten 24-Stunden-Jugendübung 2011 in Rastatt.




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